| Westlich von Erfurt und auf der Höhe nördlich vom Flughafen befindet sich die so genannte „Schwedenschanze“ benannt nach der schwedischen Besatzung von 1631-1635 und weiter 1637 -1650. Einziges Bauwerk aus dieser Zeit ist ein Schachtbrunnen, der 57m tief und 1634 abgeteuft wurde. Die Stelle ist heute gekennzeichnet. Auf dem strategisch wichtigen Gelände entstand von 1866-1869 durch Preußen in der neupreußischen Manier das Fort II von 170 mal 240 Meter.
Notwendig wurde die Errichtung von Forts da die Reichweite der Geschütze und die Durchschlagskraft sich verbessert haben. 1873 wurde es nach Aufhebung der Festung Erfurt eingeebnet . Das Preußische Fort II hatte eine fünfeckige Form und war zur Feldseite mit Gräben und Erdwällen befestigt. Aus dieser Zeit ist ein ca. 11,0 m langes, 6,0 m tiefes und 2,6 m hohes (ohne Erdabdeckung) eingeschossiges Gebäude (Zeichnung) erhalten. Es
diente als Küche und wurde bombensicher, wie damals üblich, mit einer Erdabdeckung versehen. Die beiden Fenster sind mit Ziegel vermauert. In den zwei Räumen mit je einer Außentür und einer inneren Verbindungstür ist im Jahr 2005 eine Hauswasseranlage zu sehen. | |